amsl Discovery – Verwaltung und Steuerung der finc Metadatenkollektionen

By | 11. September 2016

Zwei Eigenschaften, welche das Software-Design bei amsl maßgeblich bestimmen, sind die Integrationsfähigkeit von Daten und die Erweiterbarkeit für künftige Anwendungsfälle. Die Verwaltung elektronischer Ressourcen in Bibliotheken ist verbunden mit einer Reihe angrenzender Themen, Aufgaben und Fragestellungen, für welche meist noch keine integrierten Lösungen zur Verfügung stehen.

Eigenschaften einer JSTOR Kollektion

Eigenschaften einer JSTOR Kollektion in der Verwaltungs-Ansicht

Wir konnten amsl nun um einen wichtigen Anwendungsfall erweitern. Ab sofort unterstützt die im Produktivbetrieb befindliche Anwendung an der UB Leipzig die Verwaltung und Steuerung der Metadatenkollektionen für die finc Nutzergemeinschaft. Dieser stehen mittlerweile über 100 externe Metadatenquellen und inklusive CrossRef über 5000 Kollektionen zur Verfügung. Das Metadatenmanagement hat in den letzten Jahren rasant an Komplexität gewonnen. Dabei sind es nicht nur technische Aspekte, die eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. Mit amsl Discovery werden ab sofort Bezugswege, Update-Rhytmen, Kontakte, Nutzungsrechte der Metadaten, Zugriffs-Steuerung, Bearbeitungs-Status, Sub-Kollektionen, Identifier, Holding-Files u.v.m. erfasst und verwaltet. Zudem erhalten die nutzenden Bibliotheken eine einfache und übersichtliche Möglichkeit, Kollektionen zu de/aktivieren, für die sie die notwendige Berechtigung besitzen.

Auswahl der Kollektionen für finc Mandanten. Kollektionen ohne Lizenz für die eingeloggte Bibliothek werden angezeigt, jedoch nicht zur Auswahl angeboten.

Auswahl der Kollektionen für finc Mandanten. Kollektionen ohne Lizenz für die eingeloggte Bibliothek werden angezeigt, jedoch nicht zur Auswahl angeboten.

Über die amsl API können benötigte Informationen aktuell und bedarfsgerecht bezogen werden. So ist es zum Beispiel möglich, eine Liste aller aktivierten Kollektionen in die eigene Bibliothekswebsite einzubinden. In Verbindung mit den in amsl hinterlegten institutionellen Holding-Files (KBART) unterstützt amsl Discovery zudem das vollautomatische Preprocessing des finc Artikelindex und trägt somit zu einem reibungslosen Ablauf der monatlichen Indexierung bei.

api

JSON Ausgabe der amsl API für das Preprocessing

Mit diesen Entwicklungen ist ein erster Meilenstein erreicht, der eine wichtige Voraussetzung für die weitere Integration von ERM- und Discovery Informationen darstellt. Mit kommenden Entwicklungen sollen auf den Monat genaue Analysen zur Abdeckung einzelner Datenbank-, E-Journal-, oder E-Book-Lizenzen im Discovery-System möglich sein. Identifizierte Lücken können so erkannt und durch gezielte Metadatenakquise geschlossen werden.