Neues Datenmodell – zwischen TIPPs und Kooperationen

By | 3. Februar 2017

Ein zukunftsfähiges Datenmodell hat insbesondere zwei elementare Aufgaben: die vorhandenen Informationen logisch miteinander in Verbindung zu setzen und die Möglichkeit zu bieten, alle Daten und Prozesse so fein granular wie nötig abzubilden.

Unser bisheriges amsl-Datenmodell ist bereits zu Beginn des amsl-Projektes 2013 auf Grundlage des DLF ERMI-Positionspapiers entstanden, dann kontinuierlich gewachsen und angepasst worden. An vielen Stellen kam Abbildungsbedarf hinzu, an manchen mussten Dinge grundlegend anders dargestellt werden, als zuerst gedacht. Dadurch wurde an vielen Stellen das Potential für semantische Verknüpfungen zwischen nicht direkt miteinander in Beziehung stehenden Bereichen nicht so gut genutzt wie möglich.

Nun haben wir die geplante zukünftige Kooperation mit dem LAS:eR-Projekt zum Anlass genommen, das amsl-Datenmodell grundlegend zu überarbeiten.

LAS:eR, das im Entstehen begriffene nationale System zur Erfassung konsortialer Lizenz- und Paketinformationen, wird in seinen Grundzügen auf der Software KB+ des britischen JISC-Konsortiums beruhen. Das Datenmodell der KB+ ist zudem auch zu dem der Global Open Knowledgebase GOKb kompatibel.

Datenmodell-Grundkomponenten_deNach reichlich Beschäftigung mit dem Datenmodell und der genauen Prüfung, ob alle amsl-Anwendungsfälle darin abzubilden sind, haben wir uns entschieden, es zur Grundlage des neuen amsl-Modells zu machen. Insbesondere die stringente Trennung zwischen Vertrag und Lizenz sowie die Einführung des Konstruktes TIPP (Title Instance – Package – Platform) zur Abbildung von durch verschiedene Anbieter vertriebenen, ansonsten identischen Elektronischen Ressourcen, sind auch für amsl von großem Nutzen.

Zudem ist einer zukünftigen komplikationslosen Datenübernahme von LAS:eR damit der Weg geebnet. Die genaue Beschreibung der einzelnen Objekte findet sich im Handbuch im Kapitel Datenmodell.